Zurück zu Seite 2 Zur Startseite Weiter zu Seite 4
ASSASIN Nr. 0, Seite 3

ASSASIN

Nach uns geht alles

Im zwölften Jahrhundert lebte in einem Tal in Persien ein Herrscher. Er hieß Hassan Sabbah, genannt der Alte auf dem Berge. Er ließ junge, kriegsfähige Männer mit einem Betäubungsmittel, vermutlich Opium, einschläfern. Diese wachten dann in einem wunderschönen Garten auf. Darin befanden sich wundervoll eingerichtete Paläste, künstliche Bäche, die außer Wasser auch Wein, Milch und Honig führten, sowie Mädchen von berückender Schönheit, die musizierten, sangen und tanzten. Die jungen Krieger glaubten sich ins Paradies versetzt. Sie hielten Hassan Sabbah für Gott und waren bereit, jeden Auftrag auszuführen, um wieder in das Paradies zu gelangen. Wenn sie getötet wurden, kamen sie nach mohammedanischem Glauben ohnehin ins Paradies. Hassan ließ von seinen Kriegern hauptsächlich politische Feinde umbringen. Er gilt als der Erfinder des organisierten, politischen Mordes und konnte so lange Zeit vermeiden, Kriege zu führen. Seine letzten Worte, bevor er starb, waren: "Nach mir geht alles". Die Krieger des Alten auf dem Berge wurden Assassinen genannt. Assassin bedeutet noch heute in vielen Sprachen politischer Meuchelmord.
Zurück zu Seite 2 Zur Startseite Weiter zu Seite 4