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ASSASIN Nr. 0, Seite 3

INTERVIEW

DREIDIMENSIONAL

Mir gehts dreckig!

Ihr sagt mir, ich habs doch gut.
Doch alles, was ich hab, ist Wut.
Ihr fragt mich, was mir denn fehlt.
Doch ich spür nur, wie schlechts mir geht.
Refreng:

Siehst du nicht, wie gut dus hast.
Andre werden nicht mal satt.
Heut nacht, als ich schlief
Hörte ich, wie jemand rief.
Alles sei Betrug.
Und es wäre längst genug.
Ich glaub, ich erkannte mich.
Denn der jemand, der war ich!
Refreng:
bla, bla (s.o.)

3-D sind: A. Pospich (Minimaldrums), Mirkotz (Hertiegitarre), Gockel (Woolworthorgel und verschiedenes - Ex-Gockel & Co.) und Bassist Ali.

Veröffentlichungen: "U-bahnfahren ist monoton!" und "Schiß" auf dem Spandauer Tatendrang Sampler (Graf Haufen Tapes) und "Stille" auf dem "17.6.82 SO 36"-Sampler. Sie basteln an einer weiteren Kassette.

Schon auf der Fahrt vom Fototermin zum Interview unterhalten uns Dreidimensional mit ihrem schönen Chorgesang. Sie erzählen von ihrem Werdegang, daß sie nur einmal in der Woche üben können. Dann gehts los: Immer die gleiche Frage: "Jeder will w i s s e n, wie alt wir sind, bei der taz genau das gleiche." Wir können uns darauf einigen, daß sie im Durchschnitt 15 sind. Was sie für Instrumente haben? "Woolworthorgel, ey, unter hundert DM." Der Bass, unter zwei Metern Spannweite, die Hertiegitarre, das einzige Markeninstrument, das Schlagzeug zusammengesucht.
Dreidimensional, schon wieder Streit, weil der Name, ey, doch so ätzend ist. Alles geht drunter und drüber, jetzt wieder über das letzte Konzert, also die Frustrierten Konsumenten und die Yoghurtsucht im Besonderen (Allgemeinen).
Sie wollen sich nicht einordnen und sich nicht einordnen lassen. Musikstil: "Schreib doch einfach Wischi Waschi!" Es geht vom Schlager bis zum Pogo, sie mögen Ska, deutschen Punk, TSS, Discharge. Bei ihrem Konzert in der Music Hall haben sie 75 Minuten gespielt, eigentlich zu lang, weil sie sich nicht auf Kürzungen einigen konnten. Im Auto diskutieren sie, wie dann auch im Interview, welches Stück denn nun raus oder gekürzt werden soll. Sie bereiten sich also vor. Welche Zukunft sehen sie? Natürlich, Tournee durch die UdSSR, dann Australien kurz erobern, damit sie danach mit Buschtrommeln nach Afrika können, und danach vielleicht No Future.
"Schließlich lassen wir uns nicht verkommerzialisieren."

 

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